Tanja & Thomas |
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Ich weiß, was ich machen will: einzigartige, kraftvolle Bilder, die den Betrachter fesseln.
Ich weiß auch, was ich NICHT machen will: durchschnittliche Fotos – Bilder, langweilig wie ein kleinster gemeinsamer Nenner.
Der Durchschnitt ist der Umkehrschub der Kunst; ein völlig entgegengesetztes Konzept. Jeder Mensch ist einzigartig; jedes Paar mehr als die Summe der einzelnen Teile und damit auch einzigartig. Wieso ausgerechnet bei Hochzeiten manchmal so wehement versucht wird, den Konventionen zu genügen, dem Geschmack DER ANDEREN zu entsprechen, versteh ich daher nicht.
Hochzeiten könnten viel kreativer gesehen werden, schließlich gibt´s nur wenig Eckpunkte:
- Ein Ritual, das öffentliche Versprechen zweier Liebender und
- die wahrscheinlich größte Party in deren Leben.
Also können Hochzeiten auch völlig anders gefeiert werden. Wer zwingt einen eigentlich dazu, in überteuerten Outfits die immer gleichen Rituale abzuhalten? Wieso nicht eigene Rituale erfinden? Wieso sich nicht eigene Outfits ausdenken oder junge Kreative engagieren? Wieso nicht ganz andere Fotos machen zu lassen, Bilder die es noch gar nicht gibt, die erst erfunden werden müssen?


Ein gutes Beispiel für “Bilder, die erst erfunden werden müssen”, sind die Ergebnisse des Hochzeitsshootings von Tanja und Thomas. Schon der Einstieg in das Shooting war bemerkenswert, weil Tanja das Kleid noch gar nicht angelegt hatte, als wir uns trafen. Doch das war absolut kein Problem, weil der Vorraum des WCs, in dem Sie sich umzog, eine tolle Location war, die wir gleich für die ersten Bilder nutzten!
Ich glaube, wir haben mit diesem Shooting die Grenzen der Hochzeitsfotografie mal wieder ein Stück weiter hinausgeschoben haben. Was für ein Erlebnis, was für tolle Bilder!
Und dann war da noch das Brautstrauß-Thema. Erst als wir uns in Linz trafen, bemerkten die Beiden, dass sie den (extra neue angefertigten) Brautstrauß zuhause vergessen hatten. Ihn zu holen, hätte fast eine Stunde gedauert; also haben wir uns entschieden, OHNE Brautstrauß zu shooten.
Und? Fehlt irgendwas auf den Bildern?
Ein “geheimer” Star auf den Bildern ist sicherlich die Dalmatiner-Hündin von Tanja und Thomas. Ein sehr sehr liebes Tier, das höchsten ästhetischen Ansprüchen genügt und einen ganz neuen Aspekt von schwarz und weiß in die Bilder einbringt.
Die Schwester von Tanja war als Assistentin dabei; ohne sie wären die Bilder mit der Dalmatinerin auch deutlich schwieriger geworden. Durch die perfekte Hundebeaufsichtigung konnten sich Tanja und Thomas sehr gut auf das Shooting konzentrieren und mussten sich nicht um das Wohl der Hündin kümmern.
Genauso verhält es sich übrigens mit Kindern des Brautpaares! Ich kann nur empfehlen: Nehmt euch eine Vertrauensperson mit und lasst euch mit vollem Karacho und ohne doppelten Boden in das Shooting rein!
Wir starteten unser Shooting beim Lentos in Linz und fuhren anschließend in die alte Zuckerfabrik in Enns. Dort versuchte ich, “trashiger” zu fotografieren und das Thema “Hochzeitsbild” das eine oder andere Mal echt neu zu definieren.
Wir warteten die Dämmerung ab, ich baute meine mobile Lichtanlage auf und dann musste ich “ins Schwarze” schießen, denn beim Blick durch die Kamera sah ich nur die Dämmerung aber nicht die Gesichter des Brautpaares, weil die erst durch den Blitz der Lampe Licht erhielten. Doch wie hier zu sehen ist, hat der Blick auf das Kameradisplay dann überzeugt!
Tanja und Thomas sind bemerkenswerte Menschen, die kaum Vorbehalte haben. Ich hab wirklich viele sehr unkonventionelle Posings angeregt, welche von den Beiden umgesetzt wurden, ohne es groß zu hinterfragen. Das ist ein großer Vertrauensbeweis, für den ich sehr dankbar bin und der mir es ermöglicht hat, vieles auszuprobieren.
Es hat großen Schwung in das Shooting gebracht und echt “Flow” erzeugt, wir konnten Experimente ohne Vorurteile machen und das Urteil erst später (beim Bilder aussuchen) fällen! So entstehen einzigartige Bilder, die es vorher nicht gab!
Wir fotografierten bis zur völligen Dunkelheit und machten dann auch noch “ganz andere” Hochzeitsbilder. Das Ziel war, in die Bilderserie auch noch andere Aspekte einzubringen.
Intimität, Erotik, Nähe, Haut auf Haut.
Also öffnete Tanja ihr Haar und beide tauschten das Hochzeitsoutfit gegen Jeans und sonst nix. Nachdem es schon ganz dunkel war und meiner Lichtanlage die Akkuleistung ausging, musste ich mit ganz normalen Taschenlampen fotografieren, was überraschend tolle Bilder möglich machte.
Ich finde diese Bilder einfach grandios; sie zeigen sehr eindrücklich, was alles möglich werden kann, wenn man sich Zeit nimmt und das Hochzeitsshooting an einem Tag nach der Hochzeit durchführt.
Liebe Tanja, lieber Thomas – DANKE für euren Mut, eure Bereitschaft für Experimente und das große, mir entgegengebrachte Vertrauen!
Lieber Blog-Leser: In diesem Blog findest du alle Bilder und Geschichten, die bei sogenannten “After-Wedding-Shootings” entstanden. Ich möchte damit den Beweis antreten, dass dieses “an einem anderen Tag fotografieren” die einzig wirklich gute Möglichkeit ist, besonders außergewöhnliche, liebevolle und innovative Hochzeitsfotografie hervorzubringen. “Nehmt euch die Zeit und Kraft eines neuen Tages!”
Text & Bilder: m-art-in arbeithuber



















































